In ganz Spanien haben Ärzte die Arbeit niedergelegt, um gegen den neuen Vorschlag für das sogenannte Estatuto Marco, das Gesetz, das ihre Arbeitsbedingungen regelt, zu protestieren. Die Aktionen sorgen für große Störungen in Krankenhäusern und Gesundheitszentren, wo Tausende Termine und Operationen verschoben wurden. Es wurden mehrere Streikwochen angekündigt: vom 16. bis 20. Februar, vom 16. bis 20. März, vom 27. bis 30. April, vom 18. bis 22. Mai und vom 15. bis 19. Juni.
Die Aktion wurde von verschiedenen medizinischen Gewerkschaften ausgerufen, die der Meinung sind, dass das Gesundheitsministerium ihre Forderungen nicht ausreichend berücksichtigt. Ihrer Meinung nach sind Arbeitsdruck, lange Schichten und geringe Vergütung für Überstunden nach wie vor ein großes Problem. Sie fordern bessere Arbeitsbedingungen und mehr Anerkennung für ihre Spezialisierung.
In mehreren Regionen sind die Auswirkungen deutlich spürbar. Viele nicht dringende Konsultationen wurden abgesagt und Patienten mussten neue Termine vereinbaren. Die Notfallversorgung und die notwendige medizinische Versorgung bleiben jedoch gewährleistet, da ein Mindestdienst vereinbart wurde. Dennoch kann sich die Wartezeit für einige Behandlungen weiter verlängern.
Das Ministerium betont, dass der neue Vorschlag gerade darauf abzielt, das System zu modernisieren und in ganz Spanien zu vereinheitlichen. Nach Ansicht der Regierung bietet der Entwurf mehr Stabilität und Klarheit für das Pflegepersonal. Die Gewerkschaften sind damit nicht einverstanden und sprechen von einer verpassten Chance, echte Verbesserungen durchzuführen.
Die Beteiligung an dem Streik ist je nach Region unterschiedlich, aber laut den Organisatoren liegt der Prozentsatz in einigen Gebieten bei über 70 Prozent. Regierungsquellen melden niedrigere Zahlen. Die unterschiedlichen Angaben zur Beteiligung sind ein wiederkehrender Diskussionspunkt bei nationalen Streiks.
Die Verhandlungen zwischen den Gewerkschaften und dem Ministerium sind noch nicht abgeschlossen. Beide Seiten haben sich offen für weitere Gespräche gezeigt, aber vorerst bleiben die Standpunkte weit auseinander. Wenn keine Einigung erzielt wird, schließen die Gewerkschaften weitere Aktionen nicht aus.
Für Sie als Patient bedeutet dies, dass Sie am besten im Voraus überprüfen, ob Ihr Termin stattfindet. Insbesondere bei nicht dringenden Behandlungen kann es sein, dass Ihr Termin verschoben wird. In den kommenden Tagen wird sich zeigen, ob es zu einem Durchbruch in den Verhandlungen kommt.
Quelle: Agenturen





